Bunte Flotte – am 23. April 2013 waren auf der Spree die Boote los

Mit einer ersten gemeinsamen Demonstration und rund 30 verschiedenen Booten protestierten Unternehmer und Schiffsführer für die bunte Vielfalt auf dem Wasser in Berlin. Diese erste Aktion verweist auf die neue Sportbootvermietungsverordnung und ihre Auswirkungen.

 

Bunte Flotte

Mit Hilfe einer spontanen Entscheidung initiierte das Bundesverkehrsministerium zu Beginn des Jahres ein Verbot für die historische und bunte Schiffsvielfalt. Eine Art Aderlass für eine aufkommende Branche? Denn diese „bunte Flotte“ reicht von traditionellen Schiffen und Sportbooten über moderne Solarboote oder Partyflöße bis hin zum alten Dampfeisbrecher in Berlin. Gab es da gar eine Zuarbeit der Lobby der Dickschiffe bzw. großen Fahrgastschiffe? Immerhin ist Jürgen Loch, Chef der Stern- und Kreisschiffahrt, vor Jahren als Gründungsmitglied von „Berlin attractions“ bereits in Lobby-Arbeit erfahren genug. Der Tagesspiegel berichtete unter der Überschrift „Neue Lobby für Berlins Attraktionen“. Wie steht Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) dazu? Auf einigen Plakaten wurde ihm die Verantwortung zuteil.

Der Lobbyismus der „Dampfer“ ist also nicht neu. Geht es hier wirklich um ihre Interessen? So könnte man meinen. Der Vorteil läge auf Seiten der großen Reedereien. Denn gerade als Sportboot eingestufte kleinere Schiffe sollen in der Vercharterung reglementiert werden. Alte aufbereitete Backdecker oder das Hauptstadtfloß sind zunehmend gefragt für Hochzeiten oder Firmenevents. Klassiker werden von Gästen der Hotels oder von Filmproduktionen nachgefragt. Eine wachsende Konkurrenz auf dem Wasser? Doch Vielfalt belebt allgemein das Geschäft und bringt Innovationen hervor, die der Hauptstadt gut zu Gesicht stehen. Das soll nun vorbei sein, wenn Charterkunde selbst nicht im Besitz eines Bootsführerscheines ist.

Warum? Weil diese Schiffe keine Fahrgastschiffe sind!

Eigentlich wird die gewerbliche Nutzung in der Sportbootvermietungsverordnung geregelt. Und auf dieser Basis hat sich in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg Vorpommern und Sachsen ein kleines wassertouristisches Nischengewerbe entwickelt. An die 50 Unternehmen vermieten um die 200 Boote an Kleingruppen für Hochzeitsgesellschaften, Firmenfeiern und andere Events. Regelmäßig wurden per Binnenschiffahrt-SportbootvermietungsVO und Bootszeugnis Boote mit Plätzen für 25 bis 40 Personen zugelassen, die weder einzelnene Personen befördern noch nach festen Routen oder Abfahrtzeiten agieren. Diese Charterboote können nur im Ganzen gebucht werden und ergänzten bisher das Angebot neben den großen Fahrgastschiffen, die in der Regel auf eine Auslastung mit über 50 Passagieren ausgelegt sind.

Das ist nun erstmal vorbei:

Sportboote dürfen zwar immer noch vermietet werden, aber nun nicht mehr an gewerbliche Unternehmen wie Hochzeitsplaner oder Filmstudios. Und das auch nur noch an Selbstfahrer! Die vielen wertvollen Boote lassen sich aber nicht ohne Weiteres von einem Laien bedienen. Paradox mag die Begründung da klingen, dass nach mehr Sicherheit auf den Gewässern verwiesen wird. Man spricht sogar von verdeckter Fahrgastschifffahrt und allzu großen Risiken. Kaum vorstellbar, dass ein “Hobby-Skipper” den Umgang mit historischen Booten zu 100 Prozent beherrschen wird oder gar der Bootseigner einer teuren RIVA ungeübten Steuermännern das Ruder überlassen wird.

Zwar wurde der Erlass mittlerweile bis Ende des Jahres außer Kraft gesetzt, doch gibt es derzeitig keine Rechtsgrundlage mehr für die rund 50 Gewerbetreibenden in und um Berlin. In der Hoffnung auf eine friedliche und einvernehmliche Lösung demonstrierten nun die Sportschiffer und Kapitäne auf der Spree.

Steffen Bruenn von der internationalen Yachtcharter-Suche YACHTICO.com hat da seine eigene Meinung: „Die Vielfalt auf dem Wasser ist ein wesentlicher Bestandteil eines immer aktiveren Chartermarktes in Berlin. Das Chartern von kleineren Booten mit individuellen Törns wird beispielsweise bei jungen Touristen und Einheimischen immer beliebter und gestaltet den Berliner Tourismus. Ausflugsdampfer und Massentourismus finden unter der jüngeren Zielgruppe nicht überall Gefallen. In einer Stadt, die gerade das kurzfristige Mieten für Übernachtungen in privaten Wohnungen entdeckt, neben dem jungen Car-Sharing endlich bezahlbare Limousinen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht, wo Segways oder Fahrräder das individuelle Erschließen der Stadt ermöglichen, da sollte es auch die Freiheit geben, auf einem gecharterten Boot mit Freunden oder Kollegen zu “shippern”. Und machen wir uns nichts vor. Die traditionelle Fahrgastschifffahrt der Dickschiffe steht doch im Moment vor der größten Konjunktur aller Zeiten. Die Generation der Baby-Boomer ist jetzt zwischen 47 und 65 Jahre alt und füllt gerade massiv die nächsten 10 Jahre die breite Masse der Rentner auf. Da gibt es genügend Kaffeefahrten zu verkaufen. Mehrumsatz garantiert. Berlin sollte sich aber auf kommende Generationen konzentrieren. In dieser Stadt wurden Mauern abgerissen, Techno wurde populär, die weltweite Kunstszene akzeptiert endlich wieder Berlin und Entrepreneure aus aller Welt gründen neuerdings hier und gehen nicht unbedingt ins Silicon Valley oder nach London. Eine bunte Vielfalt.”

Die Bunte Flotte ist eine Initiative des Wirtschaftverbands Wassersport e.V.

Pressekontakt: Max Hiller 0174 / 226 320 59 53 oder max.hiller@wassersport-verband.de

http://www.verlorene-vielfalt.de/

 

Interview mit Marvin Frisch

Marvin Frisch, Segler aus Leidenschaft und das mit jungen 16 Jahren. Yachtico.com hatte die Chance auch einmal hinter die Kulissen eines erfolgreichen Seglers zu schauen, der den Sport, die Schule und sein Privatleben unter einen Hut bekommt.

Seit wann segelst Du und wie kam es dazu?

Meine seglerische Laufbahn begann im Jahr 2005 im Alter von 8 Jahren in Immenstaad am Bodensee.

An jenem Freitagnachmittag spazierte ich mit meinen Eltern am Seeufer nahe des Yacht-Clubs-Immenstaad und wir beobachteten die kleinen Segelschiffchen, die sich aus dem Hafen kämpften. Mein Vater setzte mich daraufhin auch in solch eine “Nußschale” und ich war sofort begeistert.

Vor meinem achten Lebensjahr lebten meine Eltern und ich noch in der Nähe von Stuttgart und ich spielte leidenschaftlich Fußball, ohne jegliche Verbindung zum Segelsport…

Mein Vater Karlheinz segelte früher einige wenige Regatten in der Bootsklasse “FD” (Flying Dutchman) und trainierte gelegentlich am Stuttgarter Max-Eyth-See. Somit konnte er mir viele wichtige Tipps geben und mir erklären, wie man auch bei Starkwind ohne großes Körpergewicht schnell segeln kann.

Wir haben auf Deiner Seite sehen können, wie viele Erfolge Du schon in den letzten Jahren hattest. Doch auf welchen bist Du ganz besonders stolz?

Besonders stolz bin ich auf die Verteidigung des Deutschen Meister-Titels in Kiel/Schilksee. Es war eine tolle Veranstaltung mit verschiedensten Wind- und Wetterbedingungen und die Entscheidung fiel wie bereits im Jahr zuvor erst im letzten Rennen. Dieses konnte ich gewinnen und somit auch den Titel wieder erobern.

Doch auch die Teilnahme am “Junior RenaissanceRe Gold Cup” auf Bermuda wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Zu dieser Regatta wurde nur der beste Segler oder die beste Seglerin jedes Landes eingeladen und zeitgleich fand der Match-Race Cup der Profis, der besten Skipper und Match-Racer der Welt, statt.

Dies gab mir und den anderen jungen Opti-Seglern die Chance einige der besten Segler der Welt kennenzulernen und ihnen beim Matchen zuzuschauen!

Bermuda ist einfach wunderschön, sehr warm und meine Gastfamilie war sehr, sehr nett und ich hatte jede Menge Spaß.

Was sind Deine Ziele für die kommenden Jahre?

Meine Ziele sind zunächst ein gelungener Einstieg in die neue 2-Hand-Bootsklasse, dem 420er, gemeinsam mit dem Überlinger Dominic Fritze und außerdem einen guten Abitur-Schulabschluss in den kommenden Jahren.

Ist es manchmal schwierig für Dich, das Segeln und die Schule zeitlich zu vereinen?

Es ist leider nicht immer einfach, die Schule und den Sport unter einen Hut zu bringen, vor allem bei längeren Fehlzeiten auf internationalen Regatten.

Deshalb lerne ich entweder im Flugzeug oder im Auto während der Fahrt und einer meiner Schulfreunde informiert mich über das, was in der Zeit, in der ich nicht in der Schule war, passierte und gibt mir Bescheid, was ich noch alles zu tun habe.

Jedoch zeigen meine Schule und die Lehrer weitestgehend Verständnis, solange

ich die Aufgaben oder auch Arbeiten nachhole…

Interview mit Franziska Goltz

Wir, die Redaktion rund um Yachtico.com, hatten die Möglichkeit ein Interview mit der Seglerin Franziska Goltz zu führen. Franziska Goltz wurde erst vor kurzem vom Seglerverband Mecklenburg-Vorpommern für besondere Leistungen ausgezeichnet und konnte sich sogar in den letzten entscheidenden Qualifikationsregatten die Teilnahme für die Olympischen Spiele in London sichern.

Hallo Franziska, Du konntest Dich letztes Jahr für die Olympischen Spiele in London qualifizieren. Wie hast Du Dich gefühlt, als Du erfahren hast ein Teil dieses großartigen sportlichen Ereignisses zu sein?

Nach meiner nicht ganz so erfolgreichen Weltmeisterschaft in Perth stand fest, dass ich es geschafft hatte, aber so richtig freuen konnte ich mich da noch nicht. Alle gratulierten mir zur Qualifikation, nur ich befand mich in einem ziemlichen Zwiespalt. Auf der einen Seite total unglücklich mit dem Verlauf der Weltmeisterschaft, und auf der anderen Seite super happy, dass es endlich vorbei war. Die Quali geschafft! Es brauchte eine Weile bis ich es wirklich realisiert hatte.

Die Teilnahme zählt zu einem Deiner größten Erfolge. Aber auf welchen Erfolg der letzten Jahre bist Du besonders stolz?

Das kann ich gar nicht so genau sagen, aber ich denke, dass meine 3 Deutschen Meistertitel in den letzten 6 Jahren zu meinen größten Erfolgen gehören, sowie ein 2. Platz bei der Kieler Woche und dem Europacup Sieg bei der Warnemünde Woche.

Seit wann segelst Du und wie kam es eigentlich dazu?

Ich segle seit meiner Kindheit. Ich glaube, ich saß das erste Mal mit 7 oder 8 im Boot. Mein Vater ist früher selber aktiv im Segelsport gewesen und so bin ich da mit reingewachsen. Er war zwischendurch auch immer mal wieder mein Trainer. Segeln ist schon von Anfang an ein Teil von mir und ohne, würde mir etwas Wesentliches fehlen.

Die Teilnahme an Olympia ist ein besonderer Schritt. Was erhoffst Du Dir von der Teilnahme und wie sehen Deine Ziele für die Zukunft aus?

Ich möchte bei den Olympischen Spielen vor allem meine bisher beste Leistung abliefern und natürlich ins Finale kommen. Nach meinen Wettkämpfen würde ich mir gerne in London die anderen Sportarten ansehen und den Rest der Mannschaft anfeuern. Nach den Spielen wird sich dann wieder voll und ganz auf das Studium konzentriert. Eine zweite Olympiakampagne könnte ich mir derzeit aber auch schon vorstellen.

Las Palmas de Gran Canaria Carnival

If you happen to be in the Canary Islands this month, why not get in the Carnival spirit over on Gran Canaria. The annual Carnaval de Las Palmas de Gran Canaria kicks off today, Friday the 3rd of February. Body painting, drag shows, music and dancing are on the agenda between now and the 21st. Revel in the chaos and let your inhibitions go!

Laura Dekker age 16, becomes the youngest person to sail the world

Laura Dekker

Laura Dekker – Source: Wikipedia

Laura Dekker sailed safely into Saint Martin on Saturday after circumnavigating the world solo on her boat Guppy.

Laura is 16 years old and grew up in the Netherlands. She was born on a boat off the coast of New Zealand, and has loved sailing all her life.

Laura’s plans to sail the world caused a lot of controversy as Dutch social services opposed the voyage, arguing that the trip would be too dangerous and detrimental to her development. It has a been a topic of debate in the media worldwide, with many people seeing such high risk attempts as reckless and as being driven by childish notions of stardom.

In her blog, Laura seems to contradict these opinions, stating she does not mind that The Guinness Book of Records will not acknowledge her attempt, and that sailing around the world is just something she has always been driven to do for herself. Reading Laura’s blog you get an idea of how much skill, care and independence the voyage demanded… to say the least. She is clearly an amazing young woman!

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